Kontrastmittel werden in der Medizin eingesetzt, um Strukturen und Funktionen des Körpers bei bildgebenden Verfahren wie z. B. der Röntgendiagnostik, der Magnet­reso­nanz­tomographie oder der Sonographie (Ultraschall) zu verbessern. Kontrastmittel können unerwünschte Nebenwirkungen haben. Jodhaltige Kontrastmittel, die intravaskulär verabreicht werden, werden zu über 90 % über die Nieren ausgeschieden. Bei Vorliegen einer Nierenschädigung können solche Kontrastmittel zu einem Nierenversagen führen. Ihr Einsatz muss daher nach strengen Indikationsstellungen erfolgen. Nichtionische jodhaltige Kontrastmittel (z. B. Ultrarist, Isorist, etc.) sind zwar teurer, aber besser verträglich als die ionischen jodhaltigen Kontrastmittel. Trotzdem kann es auch bei Einsatz dieser nichtionischen jodhaltigen Kontrastmittel zu einem Nierenversagen kommen. Auch deren Indikation muss bei einer Niereninsuffizienz streng überwacht werden. In der Arteriographie kann CO2 als Alternative zu jodhaltigen Kontrastmitteln eingesetzt werden. CO2 ist nicht nephrotoxisch. Allerdings müssen mögliche Auswirkungen auf den Säure-Basen-Haushalt (Übersäuerung durch Bildung von Kohlensäure) berücksichtigt werden.

In der Magnetresonanztomographie werden z. B. Gadolinium- und manganhaltige Kontrastmittel eingesetzt. Diese Kontrastmittel können zur nephrogenen systemischen Fibrose, einer krankhaften Bindegewebsvermehrung von Haut, Muskulatur und inneren Organen, bei Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion, Dialysepatienten und Lebertransplantierten führen. Gadoliniumhaltige Kontrastmittel wie z. B. Omniscan und Magnevist dürfen bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionseinschränkung oder bei Patienten nach erfolgter oder geplanter Lebertransplantation in Deutschland nicht mehr angewendet werden.

In der Sonographie und der Echokardiographie verwendet man gasgefüllte Mikrobläschen-Kontrastmittel (Mikrobubbles) zur Kontrast­verstärkung. Sie werden meist intravenös verabreicht. Eine schädigende Wirkung auf die Nieren ist hier bisher nicht beschrieben.