Eine Glomerulonephritis ist eine Entzündung von Nierenkörperchen. Es gibt akute und chronische Glomerulonephritiden. Die Glomeru­lone­phritis ist eine Untergruppe glomerulärer Erkrankungen. Man unterscheidet primäre und sekundäre Glomerulonephritiden. Sekundäre Glomeru­lone­phritiden haben als Ursache eine Erkrankung außerhalb der Nieren oder generalisierte Erkrankungen, z. B. Infektionen, Auto­immun­erkrankungen, Medikamenten­nebenwirkungen, Allergien usw. Neben glomerulären Erkrankungen gibt es z. B. auch interstitielle Nierenerkrankungen sowie degenerative Veränderungen der Nieren­körperchen bei Systemerkrankungen, z. B. bei Diabetes mellitus und Amyloidose. Im Endstadium entsteht häufig eine Glomeru­losklerose. Bekannte Glomeru­lone­phritiden sind z. B. mesangio­proliferative Glomerulonephritis, die membranöse Glomeru­lone­phritis, membranoproliferative Glomerulonephritiden (Typ I, Typ II, Typ III), rasch progressive Glomeru­lone­phritiden, fibrilläre Glomeru­lone­phritiden, immunotaktoide Glomeru­lone­phritiden, postinfektiöse bzw. Infekt-assoziierte Glomeru­lone­phritiden.